10 Goldsteig Support Fakten

Andy und ich hatten 2016 unser Goldsteig Jahr.
Bereits 2015 wollten wir diesen zusammen meistern, leider kam Andy eine OP dazwischen.
Aber gut Ding, will Weile haben  🙂

Als Support konnte ich mich nicht groß vorbereiten. Was mir jedoch gut in die Karten gespielt hat, ist die Tatsache, dass ich das Fahren in der Gegend gewöhnt bin. Ich hatte mich mit ein paar Support Leuten unterhalten und scheinbar ist Fahren nicht gleich fahren.

  • Damit wären wir bei Fakt eins:

Fahrt mit dem Auto, in dem ihr euch sicher fühlt und welches euch liegt. Es macht keinen Sinn mit einem PKW oder gar Van zu fahren, wenn ihr sonst nicht häufig fahrt und schon gar nicht über Landstraßen.
Obwohl die Uhren anders schlagen, sind die Fahrer nicht gerade zimperlich und wenig geduldig.
Natürlich habt ihr in kleineren Autos weniger Stauraum, aber mit etwas Übung reicht euch auch ein kleiner PKW.
Falls vor dem Trail Trainingseinheiten geplant sind, fahrt mit! Ihr lernt die Gegend kennen, ihr seht die Parkplätze, mögliche Treffpunkte. Die Leute dort sind unheimlich nett. Die Orte teilweise sehr klein, eine Kirche hat´s in jedem noch so kleinen Ort, an der ihr euch gut treffen könnt.

  • Fakt zwei:

Packt richtig ein und befüllt (richtig) das Auto.
Was das bedeuten soll?
Andy hatte zwei große Trainingstaschen befüllt, eine mit Lebensmittel und eine mit Klamotten. Dabei, hat er in die Tasche mit Klamotten kleine Beutel befüllt mit Socken, Unterwäsche, T-Shirts, Hosen, was ihr eben benötigt.
Nach wenigen Malen habt ihr es raus, in welchem Beutel was drin ist und braucht nur noch gezielt nach dem Beutel zu greifen.

Chronologisch ist das jetzt etwas wirr, aber ich habe die ersten Tage quasi täglich Wäsche gewaschen, weil wir Angst hatten, die Socken und Buffs würden nicht ausreichen. Dazu haben wir uns im Outdoorladen eine Art faltbare Wanne gekauft und ich habe in jedem Hotelzimmer waschen und aufhängen können. Nach meinen jetzigen Erfahrungen, würde ich Hosen und Shirts nicht mehr waschen, da er ausreichend dabei hatte und die wenn´s blöd läuft, ewig zum Trocknen brauchen. Wenn sie dann klamm im Auto hängen, fördert das die gute Autoluft nicht gerade.

  • Fakt drei:

Euer Auto wird stinken!!! Es wird nicht unangenehm riechen, es wird stinken!!!
Falls ihr also geruchsempfindlich seid, nehmt euch unbedingt einen Autoduft mit oder kauft euch so Raumsprays.
Ihr werdet schmunzeln, aber nach mehreren Tagen Gestank, werdet ihr froh sein um jede Kleinigkeit, die euch durchatmen lässt und wenn es einfach nur ein Duft ist, den ihr mögt. Regelmäßiges Lüften ist natürlich Voraussetzung.

  • Fakt vier:

Ihr braucht euch nichts vornehmen oder Langeweile befürchten, ihr habt genug zu tun und falls nicht, werdet ihr schlafen Anfangs dachte ich mir: ich gehe Bouldern, ich gehe wandern, ich treffe Freunde aus der Gegend, ich mache Sightseeing, ich langweile mich (wie schrecklich), das meiste konnte ich mir klemmen!
Zumeist bestand mein Tag darin: frühst (noch vor dem Hotelfrühstück) Andy irgendwo zu treffen und zu verpflegen.
Ihr müsst also erstmal nach Mensch aussehen, bevor ihr das Zimmer verlasst, ihr müsst erstmal dorthin finden und dann wartet ihr oder legt sofort los mit der Verpflegung. Getränke nachfüllen, Essen aufbereiten, Klamotten zum wechseln bereit legen, Akkus wechseln, die Liste ist ewig. Danach fahrt ihr wieder ins Hotel, ihr packt alles wieder ein, kümmert euch um euch selbst und checkt aus.
Dann ist zu überlegen ob ihr direkt zum nächsten Treffpunkt fahrt oder zum nächsten Hotel.
Auf dem Weg dorthin habt ihr sicherlich Erledigungen zu machen. Dinge nachkaufen, Essen einkaufen oder Leergut zurück bringen. Nach rund 40 km hatte ich Andy dann also wieder getroffen, da geht das Spiel von vorne los.
Anschließend bin ich dann meist zu meiner nächsten Bleibe gefahren, hab unser Gepäck auf´s Zimmer getragen, Wäsche gewaschen, was gegessen und geschlafen. Gegen Abend habe ich Andy dann meist nochmal getroffen, bevor es für ihn in die Dämmerung/Nacht hinein ging.

Freut euch nicht zu früh, denn euer Abend ist kurz.
Abendessen, was isst euer Läuferlein, dieses besorgen/vorbereiten/kochen, wenn er/sie ankommt, geht das gleiche Spiel wieder los.

  • Womit wir bei Fakt fünf wären

Zwischen der Ankunftszeit und der Zeit zu der das Licht ausgeknipst wird, vergeht nicht mehr als 1.5/2h.
Achtet strengst drauf, dieser Hinweis von Micha (Veranstalter) war Gold wert, ihr werdet es ihm danken

  • Fakt sechs

Wenn Andy am Tag Zeit gut machen konnte, haben wir sie für seine Schlafpausen genutzt, so konnte er regelmäßig zwischen 4-5h schlafen. Sobald er wach war musste er in 45 Minuten, maximal einer Stunde aus dem Zimmer sein

  • Fakt sieben

Nehmt unbedingt zwei SIM Karten von unterschiedlichen Anbietern mit! Wir hatten wenige Male kein Netz, mal er, mal ich. Das ist gerade nach hinten hin ziemlich lästig, weil ihr beide fertig sein werdet und alles Kraft kostet.
Ich stand ziemlich bedröppelt in einem Ort und hab (Schande über mein Haupt) nach Netz gesucht.
Ein Ortsansässiger kam vorbei und fragte mich ob ich Pokemons fange

  • Schnell vom Thema ablenken! Fakt acht:

Ihr seid in ländlicheren Gefilden! Ich möchte damit sagen: achtet drauf, dass mancherorts sämtliche Einrichtungen Mittagspause halten. Fast wie Siesta im Mittelmeerraum.
Nicht ganz so lange und abends ist dafür nicht länger geöffnet, aber es werden Mittagspausen eingehalten.

Ein Tipp von mir: ich weiß nicht wie, aber in Passau, hatte ich etwas Zeit für mich und konnte sogar zum Friseur und mich mit einer Freundin treffen.
Ich will damit nur sagen, dass ihr natürlich nicht komplett durchgetaktet seid und die Zeit, die ihr übrig habt, für euch nutzen sollt.
Geht was Essen, aufrecht am Tisch mit unzähligen Gängen. Die Gegend ist so wunderschön und hilft beim Entschleunigung.

Mir hat´s immer geholfen, mich einmal am Tag an einen Tisch zu setzen und gute Küche zu genießen und nicht etwa ungesundes Zeug im Auto zu mir zu nehmen.

Wir hatten eine Kühlbox dabei, weil Andy meistens vor dem offiziellen Frühstück wieder auf die Strecke ist.
Ich habe es nicht bereut die Kühlbox dabei zu haben, aber mit vielen würde ich sie heute nicht mehr befüllen

  • Fakt neun

Wir hatten beispielsweise Kartoffelsalat und abgepackte Bouletten in der Kühlbox, als Mahlzeit war dies gedacht.
Das würde ich beim nächsten Mal nicht mehr machen, weil es schlichtweg nicht nötig ist.
Ihr kommt immer bei einem Metzger, Bäcker oder gar Supermarkt vorbei.
Ich hatte beispielsweise Speisen geholt die man auch gut kalt essen kann.
Speisen mit Sahne bzw. Käse Sauce fallen da nicht drunter !!

Wir hatten einen kleinen Gaskocher dabei um Wasser zu erwärmen oder um Kaffee zu kochen. Meist war der nicht in Gebrauch! Ich glaube einmal um Gulasch in der Dose  rasch aufzuwärmen und einmal um Kaffee zu kochen.

  • Das Beste also zum Schluss, Fakt zehn

Flüssiges Gold, auch Kaffee genannt. Nicht für mich, aber für Andy!
Ich empfehle euch einen Kaffeebecher mitzunehmen. Beispielsweise war in einem Ort der Supermarkt geschlossen (Mittwochs hat der immer geschlossen…), also hab ich für Andy keinen Kaffee bekommen.
Ich bin ins Wirtshaus und hab gefragt ob sie einen Kaffee zum Mitnehmen haben.
Hatten sie, aber sie hätten keine Becher. Ich hab dann einen ausgespült und befüllen lassen. Was ich damit sagen will: sprecht mit den Leuten. Traut euch mit den Leuten zu sprechen. Die meisten sind sehr interessiert und neugierig und haben wirklich ein offenes Ohr.

Nach Gütenland war´s als Support ziemlich einsam. Ihr werdet froh über jedes Gespräch sein, also sprecht mit den Leuten. Sie haben gute Tipps oder einfach nur ein paar Worte voller Zuspruch, weil sie sich für ihre Region mehr Aufmerksamkeit wünschen oder den Trail gar kennen.

Es war für mich ein unglaublich schönes Erlebnis! Es hat uns als Team, als Paar sehr zusammen geschweißt und mir gezeigt wie unwichtig vieles ist. Zum Beispiel, dass man keine 20 Hosen und Blüschen benötigt, es musste jeden Tag schnell gehen, bequem und funktional sein. Ich kam mit so wenig aus, worauf ich im Alltag nie verzichten konnte oder dies zumindest dachte. Wenn ihr die Möglichkeit habt, den Goldsteig als Team zu erleben, kann ich es euch nur empfehlen! Über ein viertel Jahr sind nun rum und wir schwelgen noch heute gerne in der Erinnerung Goldsteig 2016!

Eure Christine!

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