ARBERLAND Ultra Trail 2017

Am 23.09.17 fand die 2. Austragung des ARBERLAND Ultra Trail statt. Zur Auswahl stehen 2 Strecken, der Ultra Trail mit 60 km und 2500 hm und der Auerhahn Trail mit 35 km und 1500 hm.

Vor dem Start 

Ich hatte mich für die Ultra Trail Variante entschieden und so fuhren Christine und ich am Freitag bereits nach Bodenmais. Wir haben uns in einer Pension nahe des Eventsbereichs eingemietet, sodass wir diesen bequem zu Fuß erreichen konnten.

Am Vorabend haben wir dann zusammen mit Thorsten, meinem TAR Partner 2016, und seine Frau Mareike die Startunterlagen abgeholt und gemütlich den Abend ausklingen lassen.

Am Samstag früh um kurz nach 6 Uhr, sind Thorsten und ich zusammen zum Startbereich gegangen. Es war schon noch ganz schön kalt in der früh, sodass sich die 45 Minuten Wartezeit bis zu Start schon etwas hingezogen haben. Hätten wir gewusst, dasDer s es auch noch reicht, 10 min vor dem Start da zu sein, wären wir sicherlich etwas später los.

 

Der Lauf -ARBERLAND Ultra Trail 2017

Um Punkt 7 Uhr fällt dann der Startschuss.  Die 60 km mit 2500 hm klingen erst einmal gar nicht so dramatisch, wenn ich mir vor Augen halte, was ich dieses Jahr schon für Strecken hinter mich gebracht habe. 

Aber der Eindruck täuscht! Die Streckenführung ist nicht ohne und das ständige auf und ab soll mir später noch ganz schön zu schaffen machen.

Vom Start weg ist mir klar, die Pace bei diesem Rennen ist ganz schön hoch, ich vergleich zu einem langen Rennen wie es z.B. der WiBoLt ist. Ich bin dieses Tempo einfach auch nicht gewohnt, aber was soll’s, ich will einfach mal testen, wie lange ich so in der aktuellen Gruppe mithalten kann und drücke nach dem Start, für meine Verhältnisse, ganz schön auf die Tube. 

Ca. 2 km verläuft die Strecke durch Bodenmais, bevor wir die ersten 4, der 7 Gipfel unter die Füße nehmen. Als ersten erreichen wir auf wunderschönen Trails den Silberberg. Den Gipfel lassen wir links liegen und nun beginnen sich Downhills und Anstiege abzuwechseln. Über den Kronberg, Harlachberg und Sternknöckl führt die Strecke schön über einen weiten Bogen um Bodenmais herum. 

Ich muss dem hohen Anfangstempo doch recht schnell Tribut zollen. Nach ca. 20 km merke ich, dass meine Beinmuskulatur  langsam mit krampfen anfängt. Die beiden ersten VPs habe ich auch ausgelassen, sodass ich bis jetzt auch kaum was getrunken hatte. Von einer Wespe wurde ich dann noch am Bein gestochen, was schön angeschwollen war und brannte wie die Hölle. 

Wie auch immer, ein DNF kam nicht in Frage, aber ich musste mit meinen Kräften besser haushalten. Am VP bei km 24 machte ich dann erst mal ordentlich Pause,  viel Trinken, etwas essen, Salz und Magnesium zuführen, dann ging’s weiter, aber deutlich langsamer als zuvor. 

Es ging nun  auch gefühlt fast ständig, mal mehr mal weniger Steil,  bergauf zum Hochfall (Wasserfall), dann zum kleinen Arber und schließlich zum großer Arber, dem höchsten Punkt der Strecke. Gefühlt bin ich alle Anstiege gegangen, was natürlich richtig viel Zeit gekostet hat. Während dem Aufstieg zum kleinen Arber sind dann auch die Teilnehmer der 35 km auf uns aufgelaufen, dadurch wurde es teilweise ganz schön voll, vor allem auf den  Single Trail Passagen.

Ich tanke am VP auf dem großen Arber nochmal gut auf, bevor es auf dem Goldsteig runter zum großen Arbersee geht. Der Weg hier ist extrem steinig und teils unangenehm zu laufen, wenn man nicht gerade ein Downhillmonster ist.

Ich hinAndy am großen Arbersee froh als die steinige Passage endet und ein breiter Schotterweg beginnt. Hier kann sich meine Muskulatur kurz auf 2 km erholen und ich komme  trotzdem im ordentlichen Tempo voran. Am großen Arbersee warten bereits Christine und Mareike auf Thorsten und mich. Ich freue mich meinen Schatz zu sehen, das verleiht mir wieder neue Energie. Ich mag hier keine lange Pause machen, denn grad läuft es wieder etwas besser und das möchte ich ausnutzen so lange es geht.  Ich trinke am naheliegenden VP kurz ein ISO und dann geht’s wieder leicht und steinig BergMittagsplatzerl auf. 

Der letzte Gipfel, das Mittagsplatzerl ist mein nächstes Ziel. Über eine Schotterpiste geht es erst Bergab, dann Bergauf, bevor ein Trail nach rechts abzweigt, der direkt zum Gipfel führt. Dieser wird überschritten, es folgt ein Abstieg, bis wieder die Schotterpiste erreicht ist., auf der wir nun unterhalb des Gipfels zurück zum  vorherigen Abzweig laufen. 

Meine Uhr zeigt fast 49 km, als ich mich am VP nochmals stärke. Ich fühle mich wieder gut, meine Beine haben sich scheinbar wieder erholt und ich bin guter Dinge, dass ich die letzte 10 km wieder normal laufen kann, ohne ständig die Angst haben zu müssen, einen Krampf zu bekommen. 

Es geht bergab bis zu den Rießlochfälle, wo dann der finale Anstieg, über schöne, teils steinige Trails auf uns Läufer wartet. Danach geht es nur noch bergab und das gefühlt eine halbe Ewigkeit, man könnte auch sagen ca. 4 km, bis ich das Ziel auf dem Markplatz in Bodenmais nach 7:44 Stunden erreicht habe.

Ich bin sehr happy, denn ich wollte zwischen 7 und 8 Stunden durchkommen und das ist mir auch gelungen.

Thorsten und Andy im Ziel in Bodenmais

 

Fazit

Die Streckenführung des Laufs ist super schön und macht echt Spaß. Die Mischung zwischen Trails, Schotter und Asphalt ist auch in Ordnung, auch wenn ich mir die Strecke noch etwas traillastiger wünschen würde.

Die VP´s waren super klasse, es hatte alles was das Läuferherz begeht, da war sicher für jeden was dabei.

Leider mussten wir im Nachgang etwas nach den Duschen suchen, die ca. 700 m weg waren, und wir keine Ausschilderung gesehen haben. Dank Smartphone kein Problem, aber ein paar mehr Schilder wären sicher hilfreich.

Schade fand ich, dass die Stimmung beim Zieleinlauf nicht so gut war. Oft sind die Leute nur da gestanden und haben für Ihre „Läufer “ applaudiert, nicht aber für alle anderen.  Es wäre echt schön, wenn sich bei den nächsten Austragungen noch mehr Menschen dazu bewegen lassen würden, in den Zielbereich zu kommen um die  Läufer in Empfang zu nehmen Stimmung zu machen.

Info

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