Der Karnische Höhenweg Teil 1

Die Idee

Vor 2 Jahren waren Christine und ich zum ersten Mal im Lesachtal, in Kärnten, um Urlaub am Karnischen Höhenweg zu machen. Damals hatten wir eine Reportage über den „Karnischen Höhenweg“ gesehen und wollten unbedingt den Wolayersee, ein Bergsee auf 1951 m, erwandern.
Die Unberührtheit des Tals hat uns nicht mehr losgelassen, sodass wir uns kurzfristig dieses Jahr erneut dazu entschlossen haben, eine Woche Urlaub dort zu verbringen.
Es war wohl ein Wink des Schicksals, denn wegen meiner Knieprobleme konnte ich nicht bei der Rütli Challenge starten. Dadurch wurden ein paar Tage Urlaub frei und wir haben beschlossen, diese Tage wieder in Osttirol bzw. in Kärnten zu verbringen.
Ich nutzte die Tage um die eine oder andere Trail Tour in den karnischen Alpen zu unternehmen. Schon vor 2 Jahren habe ich immer wieder davon geschwärmt, den Karnischen Höhenweg im Laufschritt unter die Füße nehmen zu wollen.
Ich habe dieses Jahr keinen alpinen Wettkampf mehr auf dem Plan, und so beschließe ich, im August nochmal zurückzukehren und den Karnischen Höhenweg zu laufen.
Als wir nach unserem Urlaub zurück in München waren, habe ich sofort mit der Planung angefangen.

Die Planung

Ich bestelle mir einen Wanderführer und fange an, an meiner Ausrüstung zu tüfteln. Der Rucksack soll so leicht wie möglich, dennoch möchte ich so gut wie möglich, ausgerüstet sein.
Gar kein so einfaches Unterfangen, denn der Karnische verläuft weitestgehend über 2000 hm, hier kann es unter Umständen auch im Sommer unverhofft zu Schneefällen kommen.
Ich surfe etwas im Netz und informiere mich auf diversen Wanderseiten und Blogs über das optimale Equipment. Ich möchte möglichst wenig zukaufen, denn einen großen Teil an Outdooausrüstung habe ich bereits im Schrank. Daraufhin habe ich eine Packliste für den Karnischen Höhenweg erstellt.

Als nach 2 Tagen der Wanderführer eintrifft, beginne ich die Etappen zu planen. Ich bin total im Flow, sodass ich innerhalb von 2 Stunden die komplette Planung in einer Exceltabelle stehen haben.
Ich möchte keinen Ultratrail aus dieser Woche Urlaub machen, viel mehr freue ich mich auf das Abendteuer jeden Tag von Hütte zu Hütte zu laufen.
Der Karnische Höhenweg verläuft zum Großteil entlang der Österreichisch/Italienischen Grenze mit einer traurigen Vergangenheit.
Im ersten Weltkrieg verlief hier die Gebirgsfront, die viele Menschen das Leben gekostet hat. Viele Relikte aus dieser Zeit, sind heute noch vorhanden.

Nachdem ich die Etappen und die Gipfel, die ich gerne besteigen möchte, geplant habe, beginne ich die Hütten zu reservieren. Ich denke, dass ich alleine vielleicht auch ohne Reservierung unterkommen würde, dennoch wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man aufgrund der hohen Auslastung, reservieren soll.
Dadurch verzichte ich natürlich auf die Flexibilität, spontan die Etappen zu verlängern oder zu verkürzen. Das stört mich aber nicht sonderlich, ich denke die Strecke ist anspruchsvoll genug und ich möchte ja auch die Natur genießen und nicht jeden Tag einen Wettlauf gegen die Zeit machen.

In einer Woche geht es also los.
Was gibt es noch zu tun ?

Die letzte Woche vor dem Start

Die Packliste ist fertig, ich benötige nur noch 2-3 Kleinigkeiten, für meine perfekte Ausrüstung.
Das Zugticket ist noch nicht gebucht. Ich benötige lediglich ein One Way Ticket zu Startort. An meinem späteren Ziel wird mich Christine abholen und wir werden noch 2 schöne gemeinsame Tage in den Bergen verbringen.

Meine Vorfreude ist riesig, ich bin so gespannt, was mich erwarten wird….. Man weiß ja nie, welche Überraschungen der Berg für einen Trailläufer bereit hält.

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