Goldsteig Ultrarace 2016 – 5. Das Rennen 2.Tag

2.Tag Gütenland – Seebachschleife
Sonntag 25.09.16.
Ich befinde mich auf der Königsetappe des Laufes. Auch wenn´s keine wirklichen Etappen gibt, da es ein Non Stopp Rennen ist, so habe ich mir das Rennen in Etappen eingeteilt um besser planen zu können.
14494838_1585580181751651_927614715605834149_nDer Weg durch die Nach ist zunächst nicht schwer. Ich laufe viel an Wiesen und Feldern entlang, quere den einen oder anderen Wald bis zum Schluss noch ein Anstieg in Form eines Kreuzweges auf mich wartet. Am Ende des Weges treffe ich mich um 5 Uhr mit Christine in Herzogau. Erst einmal hinsetzten, Kaffee kochen, Frühstücken und Kraft für die restliche Etappe sammeln. Christine macht noch ein schönes Bild vom Sonnenaufgang und dann mach ich mich auch schon wieder auf den Weg.
Nun wird die Strecke langsam schwieriger und bergiger. Die 20 km bis Furth im Wald laufen noch recht locker. In Furth im Wald laufe ich dann auf Miguel und Jin auf die gerade in einem Restaurant etwas essen. Ich setze mich kurz dazu und trinke einen Kaffee. Danach folgte der Anstieg auf den „Hohen Bogen“, den ersten Berg den wir heute eimg_0583rklimmen werden, aber nicht der letzte.  Beim Aufstieg überholt mich Miguel wieder, Jim blieb hinter mir.
Nach dem Abstieg wartet endlich wieder Christine auf mich. Ich freue mich sehr sie zu sehen. Sie kümmert sich immer perfekt um alles, füllt meine Getränke auf, hält Essen und Trinken bereit und tut alles damit es mir gut geht – Ich bin sooo dankbar, dass Sie mich so toll unterstützt.
img_0594Eigentlich war nun geplant, dass ich über dem Keitersberg, Kreuzfelsen, Eck und Großen Arber ohne weiteres treffen bis zur Seebachschleife laufe. Spontan ändern wir den Plan und vereinbaren nochmal einen Verpflegungsstopp in Eck, bevor der Anstieg auf den Großen Arber beginnt.
Für die 10 km bis Eck benötige ich 2:45 h. Das Gelände ist felsig und es ist nahezu nicht laufbar. Gefühlt benötige ich ewig bis ich endlich in Eck ankomme.
In Eck komme ich wieder in den Genuss von Christine´s perfekten Supports bevor ich dann mit dem Aufstieg auf den Großen Arber beginne. Zuerst ist es noch hell, doch dann beginnt es schnell zu dämmern und nach kurzer Zeit ist es komplett dunkel. Ich verlasse mich nur noch auf den GPS Track, denn die Wege hier sind schmal, stark bewachsen und die Schilder kaum zu erkennen.  Einmal verlaufe ich mich und komm nur mit großer Mühe wieder zurück auf den Track. Dazu kommt nun auch die Müdigkeit, die ich so gut es geht unterdrücken muss, denn der Aufstieg erfordert höchste Aufmerksamkeit.
Das ist schon eine ganz schön zähe Angelegenheit, so alleine im Dunkeln. Über ständiges auf und ab ersteige ich in diesem Abschnitt 8 Eintausender
Mühlriegel (1080 m), Ödriegel (1156 m), Schwarzeck (1238 m), Reischflecksattel (1126 m), Heugstatt (1261 m), Enzian (1285 m), Kleiner Arber (1384 m).
Vom kleinen Arber aus, folgt nur noch ein kurzer Abstieg zur Chamer Hütte, bevor es dann zum finalen Anstieg auf dem Großer Arber (1453 m) geht. Dieser letzte Anstieg ist einfach zu bewältigen, die Wege sind breit und im Licht der Stirnlampe auch gut zu erkennen.
Es ist ganz schön kalt am Gipfel, von daher orientiere ich mich schnell Richtung Arber Schutzhaus. Von dort aus steige ich dann  Richtung Großer Arbersee ab.
14492608_733586990127299_4922154575910809660_nZu meiner Überraschung ist mir Micha entgegen gestiegen. Ich treffe Ihn kurz von dem Abstieg zum Arbersee. Er will sehen wie es mir geht und dann wieder mit mir zusammen bis zum See absteigen.
Das freut mich natürlich, denn mittlerweile bin ich schon wieder  5 Stunden alleine unterwegs, da tut ein bisschen Gesellschaft sehr gut.
Der Abstieg gestaltet sich recht mühsam, da dieser sehr steinig und schlecht laufbar ist. Nachdem wir am Arbersee angekommen sind, sattelt Micha wieder auf´s Auto um und ich laufe  die letzten 4 km bis zum Waldhotel Seebachschleife, dem nächsten Checkpoint.
14441224_1585849061724763_4139405696490694966_nHier wartet Christine auf mich und ich freue mich wahnsinnig Sie zu sehen und nehme Sie erst mal kräftig in den Arm. Christine hat schon Pizza und ein alkoholfreies Bier besorgt, was ich mir nun schmecken lasse.
Leider bin ich, bedingt durch die Müdigkeit so schusselig, dass ich das Bierglas umstoße. Die Scherben liegen schon verteilt auf dem  Teppichboden des Hotelzimmers. Prima!
Wir beseitigen das Chaos, ich gehe schnell Duschen und dann wird erst einmal eine Runde geschlafen!

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