Training in den Bergen

Nachdem ich in den vergangenen 3 Wochen im Job und durch Dienstreisen sehr stark eingespannt war sodass ich nur auf Sparflamme trainieren konnte und kein Training in den Bergen möglich war, nutzte ich das schöne Bergwetter in dieser Woche um nochmal ordentlich für den WiBoLt, der kommende Woche stattfindet, zu trainieren.
Die Highlights der Woche waren die „10 Gipfelrunde am Wendelstein“ am Donnerstag und die „Steinbock Runde“ am Freitag unterhalb der Benediktenwand.

10 Gipfelrunde am Wendelstein

Am Donnerstag um 9 Uhr starte ich mein Training in den Bergen in Bad Feilnbach. Heute möchte ich mindestens 10 Gipfel rund um den Wendelstein erklimmen. Nach 2 Stunden habe ich die ersten 3 Gipfelkreuze (Farrenpoint, Mitterberg und Rampoldplatte) bereits passiert. Zusätzlich habe ich mir an der Schuhbäualm unterhalb der Rampoldplatte eine Saftschorle und eine kleine Pause gegönnt.
Nach einem kurzen Ratsch mit einer Rentner- Wandergruppe an der Rampoldplatte geht’s steil und steinig bergauf zur Hochsalwand, der Gipfel Nummer 4 für heute. Über einen schönen Trail führt mich der Weg weiter bis zum Fuße des Wendelsteins, den ich nun erklimme. Es ist einfach unglaublich, sobald ein Berg mit einer Seil- oder Zahnradbahn erschlossen ist, verliert sich leider die Einsamkeit und Ruhe die ich so sehr schätze. Von daher möchte ich mich am Wendelstein(Gipfel Nummer 5) gar nicht lange aufhalten, und mache mich nach einer Saftschorle sofort wieder auf den Weg.
Recht schnell kehrt wieder Ruhe ein und ich bin auf der Suche nach Gipfel Nummer 6, dem Türkenköpfl. Dieser ist gar nicht so leicht zu finden, da 3 Wanderwege hier quasi parallel verlaufen und man den richtigen erwischen muss.
Im Nachhinein habe ich gesehen, dass noch ein 11. Gipfel auf dieser Route gelegen wäre, aber den habe ich verpasst, weil ich einen Wanderweg zu tief gelaufen bin. Auf alle Fälle wird das Geländer hier wilder. Ich glaube die Wege werden auch nicht so oft benutzt.
Ich rechne schon damit, dass ich am 7.Gipfel, dem Schweinsberg, ganz alleine sein werde. Doch weit gefehlt – hat sich doch eine weitere Wandergruppe, fortgeschrittenen Alters hier her verirrt und den Gipfel für eine Brotzeit in Beschlag genommen.
Nach einem kurzen Ratsch laufe ich weiter. Eine Hütte oder Alm käme mir jetzt gelegen. Meine Wasservorräte gehen langsam zu neige und ich würde gerne nochmal eine Saftschorle trinken.
Zuerst muss ich aber wieder einige Meter absteigen, bevor es dann wieder rauf zum Breitenstein, dem 8. Gipfel geht.
Kurz unterhalb des Gipfels liegt die Hubertushütte. Hier fülle ich meine Flaschen auf, trinke etwas und mache mich auf dem Weg zum Breitenstein.
Gipfel Nummer 9 lässt nicht lange auf sich warten, es ist der Nachbargipfel der Bockstein, den ich ohne Mühe, wenige Minuten später erreiche.
Seit ca. 6 Stunden bin ich unterwegs und es fehlt nur noch ein Gipfel um die 10 voll zu machen. Allerdings liegen noch einige Kilometer vor mir, von daher ist an ein schnelles Ende nicht zu denken. Erst mal geht’s konsequent bergab nach Durham, bevor der nächste Anstieg auf mich wartet.
Der Schwarzenberg wird heute mein letzte Gipfel. Langsam merke ich auch, dass ich Krämpfe bekomme. Ich habe wohl doch zu wenig getrunken. Eine Salztablette und 2 Magnesiumsticks später geht es schon wieder besser und ich nehme die letzten Höhenmeter wieder mit Leichtigkeit.
Nun sind es nur noch 6 km, das meiste bergab, bis nach Bad Feilnbach. Ca. 3 km vor meinem heutigen Ziel liegt die „Tregler Alm“. Hier gönne ich mir zur Feier des Tages noch eine Cola und düse dann zurück ins Tal, wo ich nach 8 Stunden glücklich und zufrieden am Auto ankomme und zurück nach München fahre.

Steinbock Runde

Am Freitagnachmittag, nach der Arbeit, zog es mich wieder zum Training in die Bergen. Diesmal startete ich in Benediktbeuren in Richtung Benediktenwand. Eigentlich wollte ich nur bis zur Tutzinger Hütte laufen und direkt umkehren. Allerdings habe ich schon von weitem gesehen, dass sich einige Wanderer mit Fotokameras „bewaffnet“ am Anstieg zur Benediktenwand positioniert hatten.
Dementsprechende lief ich erst mal weiter. Schnell wurde mir klar, was es zu sehen gab. Einige der dort lebenden Steinböcke hatten sich zum Fressen dort eingefunden und waren sofort das Highlight für alle Anwesenden.
Das Steinwild ließ sich allerdings von den Fotografen nicht stören und aß genüsslich weiter. Ich bin dann noch etwas weiter Bergauf gelaufen, dort saßen weitere 2 Böcke nicht mal 3 m entfernt von mir uns ließen es sich schmecken.
Ich machte mich dann auf den Rückweg, die Benedikenwand werde ich aber bald wieder besuchen.

Wildalpjoch und Käserwand

Am heutigen Sonntag, zum Abschluss der Trainingswoche drehte ich noch eine kleine 7 km Runde vom „Unteren Sudelfeld“ bei Bayrischzell zum Wildalpjoch und deren Nachbargipfel, der Käserwand.
Die Strecke ist optimal für einen kurzen Trailrun geeignet und ist mit 700 hm doch ganz schön anspruchsvoll. Nach 45 Minuten konnte ich die Aussicht vom Wildalpjoch in die umliegende Bergwelt genießen, 5 Minuten später stehe auch auf dem Gipfel der Käserwand.
Über einen ausgetretenen Pfad durch die Wiesenflanke geht es zurück ins Sudelfeld zum Auto.

Damit geht eine wunderschöne aber auch anspruchsvolle Trainingswoche zu Ende.
Der WiBoLt kann kommen!!!

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